Der Online Poetry Slam. Poste deine Lyrik, hör die Dichtung, bewerte die Texte!

Bitte keine Details, ich will gleich zu den Gedichten dieser Runde

Informationen für Neueinsteiger:

Was will der Lyrikslam?
Wie kann ich teilnehmen?
Ausführliche und reich bebilderte Anleitung zum Posten
Wie kann ich werten?
Wie kann ich meinen Beitrag bewerben?
Wer macht hier den Slammaster?

Wenn du einen Feedreader benützt, kannst du den Lyrikslam hier abonnieren. Wenn du per Email über neue Einträge verständigt werden willst, klick hier.

Fragen, Einwände und Vorschläge bitte hier als Kommentar posten oder per Email an den Slammaster schicken.

Wie wird gewertet?

Von: Slammaster

Kategorie: Mitteilung

Werten dürfen und sollen alle BesucherInnen und TeilnehmerInnen des Lyrikslam. (Ja, man darf auch den eigenen Beitrag werten, und zwar, damit für alle Temperamente gleiche Bedingungen herrschen, gibt jeder Teilnehmer dem eigenen Beitrag gleich einmal 10 Punkte.) Wer einen Beitrag wertet, ist moralisch verpflichtet auch alle anderen Beiträge der laufenden Runde zu bewerten. Das gilt auch für Teilnehmende. Um sicherzustellen, dass man von allen Beiträgen erfährt, sollte man Lyrikslam abonnieren, entweder per Email oder als RSS-Feed (Zumindest bis zum Ende der Runde).

Gewertet wird, indem man den Beitrag öffnet und die entsprechende Anzahl von Sternen markiert und anklickt (Eine 5 vergibt man, indem man den 5. Stern anklickt). Hier ein kleiner Leitfaden, wie die Wertungen zu verstehen sein könnten:

1 Oh je …
2 Gut gemeint
3 Hat Ansätze
4 Brauchbar
5 Angenehm zu hören
6 Sehr schön
7 Großartig
8 Begeisternd
9 Höchste Meisterschaft
10 Unübertrefflich

Als Richtlinie sollte gelten, dass man sich immer noch die Möglichkeit offenhalten sollte, noch höher oder noch niedriger zu werten, solange man noch nicht alle Beiträge kennt. 10 und 1 sollten nur äußerst sparsam vergeben werden. Einen Beitrag überhaupt nicht zu werten wäre äußerste Missachtung.

Es wird gerne gesehen, wenn eine Begründung für die Wertung als Kommentar beim jeweiligen Beitrag gegeben wird.

Selbstverständlich darf jede/r für jeden Beitrag nur nur eine Wertung abgeben. Technisch sicherstellen lässt sich nur, dass von einem Computer - genauer gesagt, von einer IP-Adresse - jeder Beitrag nur einmal gewertet werden kann. Alles weitere ist der Fairness anheimgestellt.

Gewertet wird die Gesamtzahl aller Punkte in einer Runde. Üblicherweise dauert eine Runde einen Monat, so dass ein Monatssieger oder eine Monatssiegerin ermittelt wird. Die “Laufende Wertung” rechts im Seitenbalken ist so zu verstehen: Die Sternchen zeigen die durchschnittliche Wertung an, die Zahl daneben die Gesamtzahl der Punkte und die Zahl in Klammern die Anzahl der abgegebenen Wertungen (Wenn alle UserInnen fair sind, sollte diese Zahl bei allen Beiträgen gleich sein).

Solange sich kein Sponsor findet, der Geld- oder Warenpreise stiftet :) , gibt es als Preis den Eintrag in die Ehrentafel.

Fragen, Einwände und Vorschläge bitte als Kommentar posten oder per Email an den Slammaster schicken.

Was will der Lyrikslam? - Wie kann ich teilnehmen?

Der Tukan

Von: Nicolas Ermisch

Kategorie: Beitrag laufende Runde

Hallo, ich bin Nico und schreibe Gedichte über Vögel.

Der Tukan

Der Tukan, der es genoss,
Wenn Exzesse Blüten trieben,
Wenn dem feinen Pollenspross
Maßlos Sporen wild entstieben,

Saß bequem in seiner Laube
Und betrachtet’ seine Mahd,
Eine Ernte, die der Glaube
Ans Projekt und kühne Tat,

Ihm, dem Vogel, eingebracht,
Endlich wird es zelebriert:
Leise glucksend, freudig lacht
Der Tukan, und nun probiert

Er mit schönem Kennerblick
Seiner Arbeit grünen Lohn,
Rauch quillt wabernd, duftend, dick
In den Gartenhaussalon,

Ui!, Dies schmeckte wunderbar,
´S konvenierte dem Tukan,
Oh, wie rein, wie gut das war,
Pfefferminz mit Marzipan,

Süßlich, würzig, ein Gourmet
Merkt, wenn etwas optimal,
Wenn es Platons Uridee
Dessen ist, was hier im Tal,

Ah!, in Mengen stark gedieh,
Dass den Tukan, der als Autor
Sich nun fühlte, Euphorie
Ansprang, ein potenter Chor,

Sang und rauschte in den Ohren,
Ein Crescendo der Ekstase,
Ein Gesang clownesker Toren,
Eine bunte Klangoase!

Hu - er lehnte sich zurück,
Er erkannte, dies Hybrid
War ein wahres Meisterstück,
Vor dem jeder niederkniet,

Der’s an Kennerschaft nicht fehlen
Lässt, er wird sie huldvoll preisen!
Alchimistische Juwelen,
Dieses war der Stein der Weisen!

Eine nächste Probe, weiter,
Von dem Wunderphänomen,
Keiner wär’ da dienstbereiter!
Schwülstig fette Schwaden weh’n

Durch das Sonnenstrahlenlicht,
Und Figuren tanzen sacht,
Durch die helle Nebelschicht,
Die sich nun anheischig macht,

Visuelle Projektionen
Voller Zauber zu gebären:
Gaukle Gnomenvisionen
Schwoften in den Nebelsphären,

Während lieblich und alert
Eine halbe Dutzendschaft
Grüner Trolle unbeschwert
Saufend, krud orakelhaft

Mit den Fingern Dinge malt,
Rätselhafte Kryptogramme,
Der Tukan versteht sie bald,
Dank der Weisheit heller Flamme,

Die kathartisch ihn durchspült,
Sodass er den Daseinssinn
Nicht nur riechen kann, er fühlt,
Als sei er der Anbeginn.

Alles klar, nun wusste er:
Fürderhin würd’ karges Schleichen
Nicht mehr nötig, au contraire!,
Er war reicher als die Reichen,

Würd’ er dieses Kraut verkaufen
Könnten große Summen fließen,
Und er sah bereits die Haufen
Gold vor seiner Hütte sprießen.

Noch ein drittes Rauchexempel,
Schon erknistert froh die Glut,
In des Gartens Bacchustempel,
Holde Scheiße, war das gut!

Wie gelähmt und retardiert
Liegt er narkoleptisch da,
Fühlt sich starr und hinmontiert,
Einem Koma ziemlich nah,

Als er eine Fliege sieht,
Taumelnd, halb dem Sturz verfallen,
Die durch einen Spalt entflieht,
Feixend folgt er ihr auf allen

Zweien in den Garten raus,
Kichernd sucht er sie im Freien,
Bloß: die Fliege kommt ihm aus,
Doch er denkt an Narreteien,

Schade, das bekiffte Tier,
Gerne säh’ er es noch an,
Jäh packt ihn des Schelmen Gier,
Ob man da nichts machen kann?

Bunt surrt, raschelt, brummt die Welt
Die der Garten, wo er steht,
Ihm bereit und vor ihn hält,
Sein Gedankenzirkus dreht,

Hihi, ein Experiment,
Heißa, lustig, das wird schön,
All die Viecher konsequent
Vollgedröhnt im Rausch zu seh’n!

Gackernd, gibbelnd, stratzt er los,
Schon vernimmt man erstes Zischen,
Diese Felder sind so groß,
Viel Getier wird er erwischen!

Quietschig prustend zündelt er,
Applaudierend, jubelnd rennt
Der Tukan im Kreis umher,
Alles, was er pflanzte, brennt!

 
icon for podpress  Der Tukan [4:36m]: Play Now | Play in Popup | Download

The Last Call

Von: Andy

Kategorie: Beitrag laufende Runde

The Last Call

Hey… ich bin’s… ich - hab’ nicht mehr so viel Zeit
und ich wollte dir noch sagen: Es tut mir wirklich schrecklich leid!
Es tut mir leid um all die Zeit, in der ich nicht bei dir war,
weißt du - ich merke grade erst, was für ein schlechter Mensch ich war.
Alle ungesagten Worte würd’ ich dir so gerne schenken,
alle harten Worte so gerne noch einmal überdenken,
ich würd’ alles tun, um heute noch zu dir zurückzukehren,
würde gerne jetzt noch bei dir sein, um alles zu erklären,
doch es geht nicht, denn ich hab nur noch ein paar Minuten Zeit -
und darum wollt’ ich dir noch sagen: Es tut mir wirklich schrecklich leid!

Das warst nicht du, es liegt an mir - ich hoffe, dass du mir verzeihst,
und bei all’m was ich gesagt, gemacht hab, hoff’ ich, dass du weißt:
ich hab immer nur an dich gedacht, dass du es einfach hast,
aber - ich merke jetzt: wir beide haben dadurch viel verpasst…
Ich weiß - ich habe dich enttäuscht, bitte nimm es nicht persönlich…
unsre Umstände warn ja auch alles and’re als gewöhnlich.
Kannst du mir noch verzeih’n? - Ich weiß, das ist für dich jetzt schwer,
aber ich bitte dich: versuch’ es… ich wünsch es mir so sehr…
denn wenn wir aufeinander trafen, gab es immer Streit -
und das wollte ich bestimmt nicht; es tut mir wirklich leid!

Ich musste so zu dir sein, ich hatte keine Wahl
und darum hab ich so getan - als wär es mir egal;
Ich hab das alles nicht gewollt, ich hoffe, du verstehst ein wenig,
wie ich darüber fühle - und bitte, warte - bitte geh’ nicht
einfach weg von mir… oder ist es dafür schon zu spät?
Warum merkt man denn auch nie, wie schnell die Zeit vergeht?
Ich hab so vieles falsch gemacht und wollt’ dich um Verzeihung bitten,
hab’ mich nie bei dir entschuldigt, hab’ so oft mit dir gestritten,
na ja, und du weißt schon, ich hab’ für dich so selten Zeit…
Ich muss jetzt auflegen… es tut mir leid… es tut mir leid…

 
icon for podpress  The Last Call [02:33m]: Play Now | Play in Popup | Download

fischen

Von: zemmler

Kategorie: Beitrag laufende Runde

FISCHEN
hallöchen sagt kurt zum gaul,
der heisst natürlich paul.
weiters mit dabei
zwölf ritter, und zwar stolze, ei, ei, ei.
am fussballplatz sind also da
gaul paul, der kurt, zwölf ritter und ein dromedar,
das zwar nicht geladen war,
doch, man sieht es genau,
es steht an der bar
und trinkt, ganz lau,
ein bier -
ja, das sind wir.
ich bin auch schon da,
wer sonst stellte diese szene dar.
wunderbar.
das dromedar
an der bar
der gaul im mittelkreis
kurt bei ihm, der weiss,
die zwölf stolzen ritter
sammeln sich im sechzehner,
was noch fehlt ist nur der ball.
horch, horch, man hört den hall
von lieschens fussballschuhenstöckeln, laufend,
auf dem asphalt dröhnen, lieschen keuchend,
hebt den ball, gibt ihm einen tritt,
der ball, der fliegt, der fliegt geschwind
dem dromedar
an der bar
mitten ins gesicht
und beim runterfallen der ball
fällt auch noch das bier mit knall.
niemand regt sich, alle still.
was nun wohl geschehen will?
es ist nämlich allerseits bekannt,
dromedare sind sehr rabiat
und kaum kulant.
rot und röter schwellt ihm sein kopfe an,
gleich, gleich bin ich dran,
denkt sich lieschen und macht kehrt,
die duschkabinen sind schon versperrt,
beflissner platzwart heribert
trägt schuld daran.
da kommt von frau hollen
oben hoch vom himmel schnee.
die ritter rufen laut im chor ole
als ob sie gerochen hätten,
dass es flocke von den himmelsstätten
und in formation marschierend
die rüstungen quietschend, biegend,
nähern sie sich bedrohlich
knut und paul dem gaul,
welche, gar nicht fröhlich,
da stehen mit offenem maul.
das dromedar,
immer noch an der bar,
hat tee mit rum bestellt,
ausgetrunken und stürmt das feld,
wo lieschen schon im kreise rennt.
genau zwischen kurt und paul im mittelkreis
und den holden, erschrockenen rittersleut
läuft lischen immerzu im kreis,
das dromedar ihm nach, wer weiss,
wieso, denk ich und pfeif.
ich vergass zu sagen, ich habe eine trillerpfeife mit,
man weiss ja nicht, wie sie endet, die geschicht,
und auch wenn kein schwarz sacko, der pfiff, der hilft,
die ganze bagage ist mir gewillt
zuzuhören und ich sage:
das ist mir eine plage!
der gaul heisst
nur dass es sich reime
paul, oh meine
güte, die ritter sollen laufen,
liesschen schiessen
lernen, kurt soll kaufen
einen sattel für den paul, fliessen
wird der schnee im frühen jahr
gen meer,
man lese im glossar,
ich kann nicht mehr.
wir gehen nach haus
und machen ein gedicht daraus.
den ball haben wir vergessen,
den hat platzwart herbert aufgegessen.
der ist nämlich ein gemeiner tiger,
und kurt, der ist eigentlich ein rasenmäher,
die ritter, das sind panzer,
lieschen eine stolz giraffe
und ich, ich bin ein oran utan affe.
was bleibt, das ist der ball,
der platzte mit lautem knall
als heribert der tiger sich in ihm
mit seinem gebiss verfing.
seitdem liegt er im krankenhaus
lebt dort in saus und braus,
die geschichte ist schon lange aus.
das dromedar, das hiess klaus.
sein papa hat ein haus
da mach ich eine neue geschichte draus.
das haus, das liegt am meer,
papa dromi mag es sehr,
wenn die fische in aller frühe
vom strand in die arbeit gehen,
das heisst, sie wachen auf,
ziehen sich die kiemen an,
und, schnauf, schnauf,
springen sie ins wasser, dann
machen sie die münder auf,
essen alles plankton auf,
doch da kommt papa dromi eine frage:
was ist in dieser schubenlade
eigentlich versteckt, nein, nein,
diese frage hat er sich ganz fein
nur ausgeneckt, um nicht seiner frau
helfen zu müssen beim kakau.
da ruft er lieber den kranken heribert
im krankenhaus in seinem bett
an und geht dann
fischen.

 
icon for podpress  fischen [2:59m]: Play Now | Play in Popup | Download

Gedichte in Eden

Von: Carsten Weigelt

Kategorie: Beitrag laufende Runde

Gedichte in Eden

Ich will Papier erwecken.
Gott, schenk’ ein Gedicht.
Eines, das aus reinem Herzen kommt.
Nicht engelhaft ist, doch voller Geist.
Schön soll es sein, wie der Himmel.
Formvollendet, restlos rein.
Schenk’ ein Gedicht, Gott,
eines, das riecht wie eine Blume,
wie Mhyrre duftet und so wahr ist.

Es soll pulsieren von Dir,
in jeder Pore ideal,
eines von Dir.
Herr, schenk eines aus dem Himmel.

Es soll nur schön sein,
vor Dir.
Kristallrein, lass es
in Regenbogenfarben strahlen
und gieße Liebe ein in dieses Gedicht.

Was kann es für ein Werk sein,
eines in Glut geschmiedet,
eines, das ich nicht beschreiben kann.
So schenk eines aus Freude und ewigem Heil.
Wird es im Jenseits je Gedichte geben,
frage ich mich.
Und wenn, so schenke eines,
eines von Deinem Geist durchtränkt.

Schimmern soll die Metaphorik darin.
Lass es ein ewiges Gedicht sein.
Blühen lass es herrlich, wie eine Rose.
schenke einen Strauß Blumen, Gott.
Einer, der duftet wie mein Gedicht.

Wieviel muß ich schreiben,
dass Du sie schenkst, die Skulptur.
Wie lange beten, bis
die Schönheit Gottes ertönt.

Ich bitte Dich, Herr.
Schenk’ ein Gedicht aus dem Himmel.
Eines, das nicht zerbricht.

 
icon for podpress  Gedichte in Eden: Play Now | Play in Popup | Download

Spontan aufgenommen auf der Straße vor dem Wiener “rhiz” in der Pause des “textstrom” Poetryslams.

 
icon for podpress  Ein Slam fährt meistens ärger als Branntwein [0:25m]: Play Now | Play in Popup | Download

What’s my Name

Von: Melamar

Kategorie: Beitrag laufende Runde

Spontan aufgenommen auf der Straße vor dem Wiener “rhiz” in der Pause des “textstrom” Poetryslams.

 
icon for podpress  What's my Name [3:59m]: Play Now | Play in Popup | Download

ich bin ein narr und die worte sind verflogen

auf dem dach der welt haben sie sich verbogen und ich, armer wicht, fühle mich betrogen denn der sinn der stimme hat mich belogen

der ganze sinn ist leider nur
ich denke, also bin ich
und bleibe stur
gehe keinen schritt weiter ohne zu hoffen!
mich hat der pfeil des heldens hart getroffen weil ich nicht mein eigener held war
sehe diese wahrheit im sinn nun klar.
doch werde ich mir meiner selbst nicht gewahr die narrn umzingeln mich mit ihrer masken schar

und doch soll es einen lebens sinn geben?
ich lache darüber und fühle mich schweben.
der sinn ist, dass es keinen sinn gibt.
und wirst du nicht von dir selbst geliebt wie sollen dich die andern leute akzeptieren? gemeinsam mit dir den weg manövrieren.
sich nicht seiner selbst zu genieren ist ein schritt sich selbst zu formulieren.

doch ist es schwerer als einfach zu sein
aber was bedeutet es einfach zu sein?
niemand hat gesagt, dass es einfach ist.
es ist einfach ne überlebenslist. den dingen einfache namen zu geben.
sonst wäre das leben ein allzu hartes streben nach ner wahrheit.
was auch immer sie ist.
doch die lebenslist ist keinesfalls trist die fahnen zum leben sind gehisst.

ich hatte meinen optimismus schon vermisst.

und sind dies auch altbekannte weisen so dreht sich alles in denselben kreisen denn
alles wurde gesagt und alles geschrieben

doch meine gedanken sie liegen gediegen in meinem kopf.
und warten darauf zu siegen um ihre eigene stimme und zeit zu kriegen.
doch braucht es zeit den zeitpunk zu finden.
ich fühl mich tight kann mich nur winden.
denn die worte gleich seifenblasen verschwinden lassen sich nicht greifen oder anbinden.

ich versuche es weiter und werde sie greifen.
hoffentlich !
mit ihnen und der zeit reifen. und dann die leichtigkeit des seins begreifen.
nicht mit dem ernst der gedanken einher schleichen
das leben ist zu kurz um trübsal zu blasen

nehme lieber die line schwebe über dem rasen
und gelange zu neuen erkenntnisphasen lebe und sinne und strahl und tanz und fühle in übermaßen

ich werde vielleicht als ich selbst erkannt und nicht als ein anderes wesen verkannt
ich macht mich mit mir selbst bekannt
ich kleide mich in ein lebensgewand um den regen von mir wegzuwischen.
um sonne und leichtigkeit zu vermischen.
ich werde nicht in trüben wasser fischen, oder unwissen in der früh auftischen

wenn auch der augenblick es so meint ich fühl mich nicht ganz verneint
aber auch nicht ganz mit mir vereint. auch wenn es manchmal so scheint!

jeder trägt wohl seine eigene welt, spielt darin sein eigener held, gestaltet sich sein eigenes lebens feld. fühlt sich hoffentlich nicht an den rand gestellt, wenn neue herausforderungen warten. so sind’s doch einfach neue arten, sind neue weisen und neue gedanken:
für diese blickwinkel will ich mich bedanken.

über neue aufgaben will ich nicht zanken, sondern nehme sie als leitplanken, um dem eigenen weg eine richtung zu geben.

auf dass die narren können in mir leben!

Spontan aufgenommen auf der Straße vor dem Wiener “rhiz” in der Pause des “textstrom” Poetryslams.

 
icon for podpress  Ich bin ein Narr [2:38m]: Play Now | Play in Popup | Download

Die Sieger der 2. Runde

Von: Slammaster

Kategorie: Hall of Fame, Mitteilung

Die 2. Runde ist ein schöner Erfolg für alle, die teilgenommen haben. Die Zahl der abgegebenen Wertungen zeugt von wachsender Beliebtheit bei der Hörerschaft, und das ist dem Einsatz aller zu danken.

Und hier sind die Sieger:

1. Platz: C. Neumann mit Goetherdämmerung.
361 Punkte aus 52 Wertungen

2. Platz: Wando mit Wandersleut
350 Punkte aus 52 Wertungen

3. Platz: Milan Pawlowski mit Unsichtbar
343 Punkte aus 52 Wertungen

Eine große Runde Applaus für alle!
Diesmal habe ich selbst einen Preis gestiftet: Die Sieger erhalten von mir den lyrischen Ausschneidebogen “Das ist nicht mein Zettelkasten” zum Ausdrucken und weiterverschenken.

Die “Einreichfrist” für die nächste Runde wird bis Sonntag, 16. November verlängert. Vier spannende Texte sind schon vorhanden. Wir wollen diesmal alle Texte gleichzeitig freischalten, damit alle gleich viel Zeit zum Punktesammeln haben.

keep looking »